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Änderungen am installierten Debian-System

  Um ein lauffähiges System zu erhalten und Software, die nicht in der Debian-Distribution enthalten ist, kompilieren, installieren und verwenden zu können, waren einige Änderungen am Debian-System notwendig,

1.
Die Betriebssystemkerne (,,Kernel``) können aus ungeklärten Gründen nicht von der root-Partition des Debian-Systems gestartet werden. Der ,,Linux-Lader`` LILO weigert sich, diese von der zweiten Platte zu laden.

Die startbaren Kernel sind deshalb im Wurzelverzeichnis der auf der ersten Platte installierten älteren Slackware-Distribution, die unter /mnt/sda3 gemountet ist, abgelegt.

Die Konfigurationsdatei für LILO ist /mnt/sda3/etc/lilo.conf. Sollen neue Kernel installiert werden, muß LILO mit lilo -r /mnt/sda3 aufgerufen werden.

2.
Der Start des X-Servers XF86_S3 führte trotz verschiedener Konfigurationsversuche von /etc/X11/XF86Config immer zum Rechnerabsturz, aus dem der Rechner nur durch Drücken der Reset-Taste wieder zum Leben erweckt werden konnte. Wurde zuvor jedoch das Programm SuperProbe ausgeführt, ließ sich der X-Server problemlos starten. Die Ursache für dieses Verhalten konnte nicht geklärt werden.

Das für das Starten des Displaymanagers xdm verantwortliche Skript /etc/init.d/xdm wurde daher um einen Aufruf von SuperProbe vor dem Aufruf von xdm (was zum Start des X-Servers führt) ergänzt.

3.
Die Verzeichnisse /usr/include/linux und /usr/include/asm wurden vom Installationsskript als normale Verzeichnisse eingerichtet. Dies steht im Widerspruch zum Linux-Dateisystemstandard [FsStnd] und führt beim Kompilieren von systemnaher Software dazu, daß möglicherweise inkompatible C-Headerdateien eingebunden werden, falls ein anderer Betriebssystemkern verwendet wird, als der, zu dem die in diesen Verzeichnissen enthaltenen Headerdateien gehören.

Die genannten Verzeichnisse wurden deshalb gelöscht und durch symbolische Links auf /usr/src/linux/include/linux bzw. /usr/src/linux/include/asm ersetzt.


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