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Tutorials > IP 1 - Übertragungstechnik beim Ethernet > Versuch I: Signalmessung
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Versuch I: Signalmessung

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1. Signaldarstellung auf dem Oszilloskop

 
Nehmen Sie den Ethernet-Experimentalsender in Betrieb und erzeugen Sie eine Sendeschleife für ein kurzes Ethernet-Paket. Stellen Sie mit Hilfe des modifizierten Transceivers (TR 1) die auf dem Koaxkabel übertragenen Signale auf dem Oszilloskop dar. Wählen Sie dazu eine Auflösung, bei der Sie den Signalverlauf exakt erkennen können.
 
Entfernen Sie nun den Abschlußwiderstand R 1 und diskutieren Sie die auftretenden Signalveränderungen.
 

(A) INBETRIEBNAHME DES EXPERIMENTALSENDERS

 
Schalten Sie den PC, den Monitor und das Zweikanal-Oszilloskop ein. Nach dem Booten wird automatisch das Programm sendloop gestartet, welches in rascher periodischer Folge identische Ethernet-Frames sendet. Mit einer beliebigen Taste können Sie dieses Übertragung beenden. Für einen Neustart geben Sie sendloop [length] ein und drücken Sie die Returntaste. Der optionale Längenparameter bezeichnet die Länge des MAC-Frames in Byte (jedoch ohne Präambel, ohne Start-frame-delimiter und ohne Frame Checksum). Für Längenparameter kleiner oder gleich 60 werden Ethernet-Frames minimaler Länge gesendet.
 
Hinweis
Wenn Sie bei laufendem sendloop an den AUI-Buchsen des Schaltkastens Kabel ein- oder ausstecken, so kann es passieren, dass die Frame-Generierung des Controllers aussetzt. Im Zweifelsfalle sollten Sie sendloop erneut starten.
 

(B) ANSCHLUSS DES OSZILLOSKOPS AN DAS ETHERNETKABEL

 
Stellen Sie eine Verbindung zwischen dem Ethernet und Kanal 1 des Oszilloskops her, indem Sie das Signal (RxD, an TR1 mit "Signal" beschriftet) am Transceiver TR1 abgreifen und an die Eingangsbuchse CH1 legen.
 
Hinweis
  • Achten Sie stets auf korrekte Erdung des Tastkopfes. Das Symbol für die Erdung ist ein umgedrehtes "T".
  • Die blauen Tastköpfe besitzen einen kleinen schwarzen Schieber. Dieser Schieber muss auf "1" stehen.
  • Alle VAR-Regler des Oszilloskops müssen ganz nach Rechts gedreht und eingerastet werden. Andernfalls erhalten Sie keine kalibrieten Ergebnisse.
 
Bringen Sie das Oszilloskop in die folgende Grundeinstellung - die eingestellten Werte werden am Bildschirm in der untersten Rasterzeile angezeigt (Beschreibung gilt für 10Base5):
Tabelle 5–1
MODE-Feld (Vertikalsystem)CH1 leuchtet
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VOLTS/DIV-Regler1V
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COUPLING-FeldAC
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MODE-Feld (Horizontalsystem)A
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A and B SEC/DIV-Regler10 μsec
 
Die Schalter 1-6 des Meßaufbaues sollten sich in Stellung "oben" befinden. Auf dem Bildschirm des Oszilloskops sollten Sie nun ein ca. 2 cm hohes leuchtendes "Band" erkennen, welches sich horizontal über den Bildschirm erstreckt.
 
Stellen Sie anschließend die Horizontalablenkung auf 50 ns. Wenn sich nicht genau eine Kurve auf dem Bildschirm zeigt oder wenn das Bild wackelt oder flimmert, dann versuchen Sie das Signal mit Hilfe des Triggerreglers LEVEL bei fallender Flanke (SLOPE-Taste) zu triggern.
 
Hinweis
Falls Sie mit der Triggerung des Signals Schwierigkeiten haben, so lesen Sie erneut den Abschnitt zu den Triggerfunktionen des Oszilloskops und befolgen Sie die dort angegebenen Hinweise.
 

(C) ENTFERNEN DER ABSCHLUSSWIDERSTÄNDE

 
Bringen Sie das Oszilloskop wieder in die Grundeinstellung.Außerdem müssen sich die Schalter 1 bis 6 in Position "oben" befinden.
Leiten Sie dann mit Hilfe des Schalter 4 des Meßaufbaues die Transmit-Data-Signale über Tranceiver TR2 und entfernen Sie den Abschlußwiderstand R1.Nach dem Versuch muß der Schalter 4 wieder in Stellung "oben" gebracht werden.
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2. Messen der Signalamplitude

 
Messen Sie die Signalamplitude und überprüfen Sie die Übereinstimmung mit der Spezifikation IEEE 802.3 (Kap.8.3.1.3).
 
Verwenden Sie zur Messung der Signalamplitude die sogenannten "Deltafunktionen" des Oszilloskops (siehe allg. Hinweise). Mit der VOLTS-Taste des MEASUREMENT-Feldes und den Reglern im Feld CURSORS/TIME POSITION wird die Intervallgröße und -lage bestimmt, wobei eineentsprechende Anzeige in der obersten Rasterlinieerscheint. Löschen Sie nach dem Versuchdie Measurement-Funktion (CLEAR MEAS'MT-Taste).
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3. Messen der Signalanstiegszeit

 
Messen Sie die Signalanstiegszeit (10% - 90%) und überprüfen Sie auch hier die Übereinstimmung mit der Spezifikation (s.o.).Warum muß neben der maximalen Anstiegszeit auch die minimale genormt werden?
 
  • Für die Messung der Signalanstiegszeit sind folgende Ablenkungsfaktoren empfehlenswert: vertikal 0.2 V, horizontal 50 ns.
  • Eventuell ist ein Triggern erforderlich. Richten Sie das Signal im Messfeld aus, d.h. bewegen Sie vertikal die Kurve so, daß der oberste Punkt des Signals die 100%-Linie berührt. Die 0% und die 100%-Linien sind auf dem Oszilloskop gepunktet, die 10% und 90%--Linien durchgezogen dargestellt, wobei sich die Beschriftung auf der linken Seite des Bildschirms befindet.
  • Drehen Sie dann ausnahmsweise den VAR-Regler der Vertikalablenkung bis der unterste Punkt des Signals die 0%-Linie berührt.
  • Benutzen Sie nicht die erste steigende Flanke zur Messung (Einschwingvorgang!).
  • Die Messung erfolgt wie oben mit Hilfe der Deltafunktionen, wobei bzgl. der 10%-und 90%-Linie gemessen wird (TIME-Taste im Measurement-Feld).
  • Vergessen Sie nicht den VAR-Regler anschließend wieder in Anschlagposition zu bringen!
  • Ausserdem bitte nicht vergessen, daß in der Einleitung das nötige Wissen über das Oszilloskop erklärt ist!
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